Fachschule für Sozialwesen - Fachrichtung Heilpädagogik
Fachschule
| Grundverständnis heilpädagogischen Handelns
| Ausbildung zur Heilpädagogin/zum Heilpädagogen
| Ausbildungsorganisation
Ausbildung Heilpädagogik: Fächer
Didaktik heilpädagogischer Handlungskonzepte und Medien
Die Entwicklung heilpädagogischer Handlungskonzepte erfolgt auf der Grundlage mediendidaktischer Erkenntnisse in Vernetzung mit theoretischen Grundlagen allgemeiner und spezieller Heilpädagogik. Heilpädagogisches Handeln bemüht sich vorwiegend um Ganzheitlichkeit und vermeidet eine partikulare Sicht und eine einseitige, defektorientierte Förderung des Menschen.
Heilpädagogische Spielbehandlung
Ziel ist ein tieferes Verstehen von kindlichem Denken, Fühlen und Erleben im jeweils individuellen psychosozialen Kontext, um seelische Heilungsprozesse anzuregen, zu unterstützen und zu begleiten.

Inhalte:
  • Reflexion der eigenen Spielerfahrungen
  • Bedeutung des Spiels für die Entwicklung des Kindes
  • Geschichte der Kindertherapie
  • Symbolik des Spiels als Grundlage des Verstehens und Handelns
  • Spielorientierte Diagnostikverfahren
  • Die Spieltherapie im nicht-direktiven Verfahren nach Axline
  • Heilpädagogische Spieltherapie als vorläufiges, eklektisches Konzept
  • Die Rolle des Heilpädagogen im therapeutischen Prozess
  • Möglichkeiten der Modifikation der Heilpädagogischen Spielbehandlung
  • Einübung und Reflexion von therapeutischen Interventionen - Elternberatung
Heilpädagogische Entwicklungsförderung
Bei der Heilpädagogischen Entwicklungsförderung handelt es sich um eine systematische Hilfe für entwicklungsverzögerte und verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche, aber auch Menschen mit geistiger Behinderung.

Inhalte:
  • Heilpädagogische Befunderhebungen und Testverfahren
  • Wahrnehmungsentwicklung/ -störungen
  • Teilleistungsstörungen - Sensorische Integrationsstörungen - Sprachstörungen
  • Basale Stimulation/Kommunikation
  • Snoezelen - Psychomotorische Elemente - Montessori Elemente
Rhythmik - Musikerziehung - Psychomotorik
sind wichtige Handlungskonzepte in der Heilpädagogik. Erleben - Erkennen - Benennen als wichtiges Prinzip der Rhythmik könnte nicht besser aussagen, wie in der Heilpädagogik gearbeitet wird: Über Bewegungs- und Wahrnehmungserfahrungen macht das Kind primäre sinnlichmotorische Erfahrungen, die dann auf höherer (kognitiver) Ebene "be-griffen" und auch "versprachlicht" werden können.

Dabei wird immer an den Fähigkeiten des Kindes angeknüpft. Eine heilpädagogische Begleitung und Entwicklungsförderung ist daher immer individuell auf das Kind abgestimmt. Rhythmik, Musikerziehung und Psychomotorik bieten gute Grundlagen zur Unterstützung förderungsbedürftiger Kinder.

Durch die Mittel
  • Bewegung
  • Musik
  • verschiedene Geräte und Materialien und der
  • eigenen Stimme und Sprache versucht die Heilpädagogin auf spielerisch-praktischer Ebene Beziehung zum Kind aufzunehmen und in Interaktion mit dem Kind oder der Gruppe zu gehen.
Theaterpädagogik in der heilpädagogischen Arbeit
Ausdrucksspiel aus dem Erleben ist eine Theaterform, die man ohne großen Aufwand in die (heil-) pädagogische Arbeit integrieren kann. Als Spielvorlage dienen Texte aus Kinder- und Bilderbüchern, Märchen, Gedichte oder Geschichten aus den Wunschrollen der Kinder. Aber auch Melodien, Phänomene aus dem Naturgeschehen, Symbole usw. dienen als Grundlage für Spiele. Das Ausdrucksspiel aus dem Erleben hilft, eigene Stimmungen und Gefühle zu akzeptieren, wahrzunehmen und auszudrücken.

Ziele:
  • Die eigene Spielfreude entdecken und erleben
  • Über das eigene Erleben Zugangsweisen zur Gefühls- und Erfahrungswelt der Menschen bekommen, mit denen die Studierenden in heilpädagogischen Kontexten arbeiten
  • Auseinandersetzung mit persönlichen Gefühlslagen und Erfahrensweisen
  • Erweiterung eigener Erfahrungen und Ausdrucksmöglichkeiten
  • Auseinandersetzung mit sozial- und heilpädagogischen sowie persönlichen Themenstellungen
  • Jeux Dramatiques methodisch umsetzen können
Bildnerisch/plastisches Gestalten, heilpädagogisch orientierte Kunsttherapie
Hier steht für die Studierenden das Erleben der eigenen kreativen Prozesse im Vordergrund. In Form der Selbsterfahrung wird der kreativ-künstlerische Ausdruck und das Selbsterleben der Teilnehmerinnen in Bezug auf ihre künstlerischen und kreativen Fähigkeiten angeregt. Sie erhalten Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten kreativen Gestaltens hinsichtlich deren kommunikativen, entwicklungsfördernden und bildenden Wirkung.



Künstlerische Grundfertigkeiten, Wahrnehmungsübungen, bildhaftes Erleben sowie bildnerische/plastische Gestaltung von selbstexplorativen Themen werden integrativ und prozessorientiert gefördert und reflektiert.

Inhalte/Themen:
  • Interaktion/Kontaktaufnahme mit gestalterischen Mitteln
  • Bildnerisch/plastische Gemeinschaftsarbeiten
  • Methoden/bildnerische Techniken als Einstiegsübungen für Bildanfänge/Gestaltungsanfänge
  • Entspannungs-/Lockerungsübungen
  • Übungen zur taktilen/visuellen Wahrnehmung
  • Imaginäres Arbeiten
  • Ausdrucksmalen (nach Bettina Egger/Arno Stern)
  • Didaktisch/methodische Überlegungen zur Planung kunstpädagogischer/-therapeutischer Angebote und Projekte für Kinder und Jugendliche unter heilpädagogischem Gesichtspunkt.
Spiel- und Erlebnispädagogik

Spielen ist für alle Kinder, egal welcher Herkunft, aktive freiwillige Handlung mit Raum, Zeit, Material und SpielpartnerInnen. Spielen ist für ihre Sozialisation unverzichtbar. Erwachsene haben oft eine etwas einseitige, sehr spezialisierte Spielkultur oder konsumieren Spiele.

Wir werden durch gemeinsame Spielerlebnisse und deren Reflexion unsere Spiel(leiter)kompetenzen erweitern. Spielleitertraining, Spielanimation, Spielraumgestaltung, Abenteuerspiele und wertschöpfendes Spiel sind Themen, die mit Hand, Herz und Kopf erarbeitet werden.
Gesprächsführung

Ziele:

Vermittlung von Handwerkszeug für die Reflexion des eigenen Verhaltens und der eigenen Gefühle im beruflichen Kontext. Erlernen eines professionellen Umgangs mit schwierigen Situationen. Sensibilisierung der Selbst- und Fremdwahrnehmung.

Inhalte:
  • Auf der Grundlage der humanistischen Gesprächspsychotherapie von Carl Rogers werden die drei Variablen Akzeptanz - Kongruenz - Empathie anhand von Theorie und eigenem Erleben erarbeitet.
  • Kommunikationsmodelle: Das Vier-Seiten-Modell von Schulz von Thun,
    Kommunikationssperren nach Th. Gordon, Kommunikationsregeln
  • Fallarbeit